Chinesische Studie zeigt: Einsamkeit beschleunigt unser biologisches Altern stärker als Rauchen
Unsere Gesundheit und sogar unser Aussehen hängt weit mehr von unserer psychischen Gesundheit ab, als lange angenommen wurde. Neben Dingen wie Sonnenschutz, gesunder Lebensstil und genetischen Faktoren rückt die psychische Gesundheit immer stärker in den Fokus der Altersforschung. Auch in den „Blue Zones“ – Regionen, in denen Menschen überdurchschnittlich alt werden, zeigte sich, dass neben Ernährung und Bewegung vor allem ein starker Lebenssinn und soziale Verbundenheit – zwei Faktoren die maßgeblich zu psychischer Gesundheit beitragen – zu der hohen Lebenserwartung der Menschen beitragen. Auch eine britische Studie aus dem Jahr 2019 fand einen klaren Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden und dem biologischen Alterungsprozess – ein höheres affektives Wohlbefinden war nicht nur mit einer höheren Lebenserwartung im höheren Alter verbunden, sondern auch mit einem größeren Anteil zusätzlicher Lebensjahre in guter Gesundheit – ohne chronische Krankheiten oder Einschränkungen. Und eine chinesische Studie aus dem Jahr 2022 fand, dass Einsamkeit sich stärker negativ auf unser biologisches Alter auswirkt als Rauchen. Forschende nutzten in dieser Studie einen „Aging Clock“-Algorithmus, der anhand von Blutwerten und biometrischen Daten das biologische Alter von fast 12.000 älteren Menschen berechnete. Das Ergebnis war, dass Rauchen eine durchschnittliche Altersbeschleunigung von etwa +1,25 Jahren bewirkt, während psychische Belastungen wie Einsamkeit bzw. Unglück mit bis zu +1,65 Jahren biologischem Alter in Verbindung gebracht wurden. Kurz: Wer ein langes und gesundes Leben zusammen mit einem jugendlichen Aussehen anstrebt, sollte nicht nur auf körperliche, sondern ebenso auf seelische Gesundheit achten.
Quellen: