Die Auswirkungen von Alkohol und Zigaretten auf unsere Hautalterung
Dass Alkohol und Zigaretten sich negativ auf unsere Hautalterung auswirken sollte jedem bekannt sein. Trotzdem ist es wichtig sich noch einmal zu Augen zu führen, wie schädlich diese Substanzen für unsere Haut und Gesundheit seien können. Gerade die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf unsere Alterung werden von vielen nach wie vor unterschätzt, da der Konsum von Alkohol – sei es ein paar Bier nach der Arbeit mit den Kollegen, ein Drink vor dem Fernseher oder ein Glas Wein zum Abendessen – in unserer Gesellschaft stark normalisiert ist. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2019 zum Beispiel untersuchte die Auswirkungen von Rauchen und Alkoholkonsum auf die Gesichtsalterung von Frauen. Das Ergebnis: Rauchen war mit einer stärkeren Ausprägung von Stirnfalten, Krähenfüßen und Zornesfalten, Schwellungen unter den Augen, Vertiefungen im Tränenrinnenbereich, Nasolabialfalten, Mundwinkelfalten, perioralen Linien sowie einem verringerten Lippenvolumen verbunden (p ≤ 0,025), jedoch nicht mit Volumenverlust in der Mittelgesichtsregion oder sichtbaren Blutgefäßen. Starker Alkoholkonsum (≥ 8 Getränke/Woche) war mit verstärkten oberen Gesichtsfalten, Schwellungen unter den Augen, Mundwinkelfalten, Volumenverlust im Mittelgesicht und sichtbaren Blutgefäßen verbunden (p ≤ 0,042). Eine andere Studie aus dem Jahr 2023 untersuchte die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf das biologische Alter von Männern und Frauen im Alter von 24 bis 92 Jahren. Höherer durchschnittlicher Alkoholkonsum war signifikant mit einer Beschleunigung des biologischen Alters verbunden. Für jede zusätzliche Standardportion Alkohol pro Tag (~14 g Ethanol) war ein um etwa 0,6–0,7 Jahre höheres biologisches Alter zu beobachten. Der Effekt war bei Spirituosen (z. B. Schnaps) stärker als bei Bier oder Wein. Erwähnenswert ist noch, dass sich dieser Zusammenhang besonders bei Erwachsenen im mittleren Alter (45–64 Jahre) und älteren Erwachsenen (65–92 Jahre) zeigte, aber nicht so stark bei jüngeren Erwachsenen (24–44 Jahre), was darauf hindeutet, dass unser Körper uns in jüngeren Jahren noch eher verzeiht, dass dies jedoch, je älter wir werden, nachlässt.