Chemisches Peeling (Derma Peeling): Der umfassende Guide – Alles, was ihr wissen müsst
Chemisches Peeling, auch bekannt als Derma Peeling, ist eine kosmetische Behandlung, die dazu dient, die Haut zu erneuern und bestimmte Hautprobleme gezielt zu behandeln. Dabei wird eine chemische Lösung aufgetragen, die die obersten Hautschichten entfernt und die Regeneration der Haut anregt. Dies kann zu einer glatteren und gleichmäßigeren Hauttextur führen. Chemische Peelings werden häufig zur Verbesserung von Hautunreinheiten, Pigmentflecken, feinen Linien und Sonnenschäden eingesetzt. Stars wie Jennifer Aniston und Kim Kardashian schwören auf diese Methode, um einen jugendlichen, strahlenden Teint zu bewahren. Abhängig vom Hautzustand und den Behandlungszielen können Peelings in verschiedenen Tiefen durchgeführt werden, die von oberflächlichen bis hin zu intensiven tiefen Behandlungen reichen.
Wie funktioniert chemisches Peeling?
Welche Hautprobleme behandelt ein chemisches Peeling?
- Feine Linien unter den Augen oder um den Mund sowie Falten, die durch Sonnenschäden, Alterung oder genetische Faktoren verursacht werden.
- Bestimmte Arten von Akne.
- Narben.
- Sonnenflecken, Altersflecken, Leberflecken, Sommersprossen und ungleichmäßige Hautfärbung.
- Präkanzeröse, schuppige Stellen, sogenannte aktinische Keratosen.
- Raue Haut, schuppige Stellen und ein stumpfer Teint.
- Dunkle Flecken (Melasma), verursacht durch Schwangerschaft oder die Einnahme von Verhütungspillen.
Für wen ist chemisches Peeling nicht geeignet?
- Eine Vorgeschichte ungewöhnlicher Hautnarben haben.
- Überpigmentierung in Ihren Narben aufweisen.
- Hauterkrankungen haben oder Medikamente einnehmen, die Ihre Haut empfindlicher machen.
- Nicht in der Lage sind, sich während der Heilungsphase von der Sonne fernzuhalten.
Welche Tiefe beim chemischen Peeling ist die Richtige für mich?
Chemische Peelings gibt es in drei Haupttiefen, die sich in ihrer Intensität und Wirkung unterscheiden: oberflächlich, mitteltief und tief. Welche Tiefe ihr benötigt hängt in der Regel davon ab, wie stark die Schäden an ihrer Haut sind, die sie behandeln möchten, und wie lange die Ausfallzeit, die sie in Kauf nehmen können/möchten. Ein oberflächliches Peeling ist ideal, wenn eure Haut nur leichte Unregelmäßigkeiten hat, und ihr euch eine schnellere Auffrischung, ohne große Ausfallzeit wünscht. Strebt ihr ein radikaleres Ergebnis, gegen tiefere Falten, oder Narben an, solltet ihr ein mitteltiefes, oder Tiefes Peeling in Erwägung ziehen. Mich persönlich hat die lange Ausfallzeit bei dem mitteltiefen und tiefen Peeling, immer abgeschreckt, was der Grund war, dass ich nie diese Methode angewendet habe.
Oberflächliches chemisches Peeling
Ein oberflächliches Peeling entfernt die oberste Hautschicht (Epidermis) und verwendete Wirkstoffe, wie Glykolsäure, Milchsäure oder Salicylsäure in niedriger Konzentration.
Geeignet für:
- Leichte Akne
- Feine Linien
- Leichte Pigmentstörungen oder ungleichmäßigen Hautton
- Trockene oder raue Haut
Erholungszeit: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen; Haut kann sich leicht schälen
Frequenz: Oft als Serie von mehreren Sitzungen durchgeführt
Kosten: 60 – 150 € pro Sitzung
Mitteltiefes chemisches Peeling
Ein mitteltiefes Peeling dringt in die Epidermis und die obere Dermis (mittlere Hautschicht) ein. Meist wird Trichloressigsäure (TCA) oder Kombinationen von TCA mit Glykolsäure verwendet. Es sollte beachtet werden, dass mitteltiefe und tiefe Peelings keine schmerzfreie Behandlung sind. Es kann währen, und in den Tagen nach der Behandlung zu starken Schmerzen kommen.
Geeignet für:
- Moderate Falten
- Pigmentflecken (z. B. Sonnen- oder Altersflecken)
- Aknenarben
- Ungleichmäßige Hauttextur
Erholungszeit: 7 bis 14 Tage; sichtbare Schuppung und mögliche Krustenbildung
Frequenz: alle 6 – 12 Monate
Kosten: 300 – 1.000 €
Tiefes chemisches Peeling
Ein tiefes Peeling dringt bis in die tieferen Schichten der Dermis vor. Für ein tiefes Peeling wird hochkonzentrierte Trichloressigsäure oder Phenol verwendet.
Geeignet für:
- Tiefe Falten und Linien
- Starke Sonnenschäden
- Tiefe Aknenarben
- Präkanzeröse Hautveränderungen (z. B. aktinische Keratosen)
Erholungszeit: 14 bis 21 Tage; intensive Pflege und längere Ausfallzeit notwendig; Ihr solltet sicherstellen, dass ihr 3 bis 4 Tage nach der Behandlung nicht arbeiten müsst und es werden in der Regel auch stärkere Schmerzmittel in den Tagen nach der Behandlung verordnet
Frequenz: höchstens einmal alle zwei Jahre
Kosten: 1.000 – 3.500+ €
Was kann ich von einem chemischen Peeling erwarten?
Von einem oberflächliches chemisches Peeling solltet ihr keine drastischen Veränderungen erwarten. Die Ergebnisse sind subtil – ähnlich wie bei einem Hydrafacial oder Oxygenfacial. Tiefere chemische Peelings hingegen können beeindruckende Verbesserungen bei Falten und Narben bewirken. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass solche Behandlungen als invasiver Eingriff gelten, der mit Schmerzen, möglichen Risiken und einer Ausfallzeit von bis zu mehreren Wochen verbunden ist. Manche Personen berichten, dass sie nach dem chemischen Peeling für mehrere Wochen auf der Arbeit ausgefallen sind und starke Schmerzen erlitten haben.
Mein Fazit zum chemischen Peeling
Ein chemisches Peeling ist eine vielseitige Behandlungsmethode, die je nach Tiefe gute Ergebnisse erzielen kann – von einer dezenten Auffrischung bei oberflächlichen Peelings bis hin zur Reduktion tiefer Falten und Narben bei intensiveren Anwendungen. Es verbessert den Teint, die Hautstruktur und das Gesamtbild der Haut sichtbar. Allerdings sollte man sich der Grenzen bewusst sein: selbst tiefe Peelings können keine Wunder bewirken und sind mit einer längeren Ausfallzeit und möglichen Risiken verbunden. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er die Schmerzen und die Kosten eines tieferen chemischen Peelings auf sich nehmen will.
