Grießkörner im Gesicht: Ursachen und effektive Behandlungstipps
Hinweis: Post enthält Affiliate-Links. Alle Produkte werden von unseren Autoren unabhängig ausgewählt. Im Falle eines Kaufs des Produkts nach Klick auf den Link erhalten wir ggf. eine Provision – für dich entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.
Wahrscheinlich hast du sie auch schon einmal im Spiegel entdeckt: diese winzigen, weißen Knötchen, die sich hart anfühlen und scheinbar nicht verschwinden wollen. Sie sehen ein bisschen aus wie kleine Pickel, lassen sich aber einfach nicht ausdrücken. Gemeint sind Milien – besser bekannt als Grießkörner.
Viele fühlen sich durch Grießkörner im Gesicht gestört, obwohl sie aus medizinischer Sicht völlig harmlos sind. Aber warum entstehen sie überhaupt? Hängt das mit deiner Ernährung zusammen oder pflegst du deine Haut vielleicht nicht ideal? In diesem Artikel erfährst du, was genau hinter den kleinen Zysten steckt, wie sie entstehen und – am wichtigsten – was dir wirklich gegen Grießkörner hilft.
Was sind Grießkörner eigentlich?
Grießkörner, oder medizinisch gesehen Milien, sind kleine, gutartige Zysten direkt unter der Hautoberfläche. Sie bestehen größtenteils aus Keratin, das gleiche Material, das auch in deinen Haaren und Nägeln steckt. Wird dieses Keratin unter der Haut eingeschlossen und findet keinen Weg an die Oberfläche, verhärtet es sich zu einem kleinen, festen Körnchen.
Im Unterschied zu Pickeln oder Mitessern haben Grießkörner keine Öffnung nach außen. Das heißt: Du kannst sie beim besten Willen nicht einfach ausdrücken (und solltest es auch gar nicht erst probieren!). Meist treten sie einzeln oder in kleinen Gruppen auf und sind weißlich bis gelblich.
Wo treten Grießkörner am häufigsten auf?
Grießkörner können zwar am ganzen Körper entstehen, doch besonders oft findest du Grießkörner im Gesicht. Typische Stellen sind:
- Rund um die Augenpartie und auf den Augenlidern
- Auf den Wangen
- An den Schläfen
- Manchmal auch an der Nase
Wie entstehen Grießkörner?
Damit du Grießkörner effektiv behandeln oder ihnen vorbeugen kannst, solltest du wissen, warum sie überhaupt entstehen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Milien.
Primäre Milien
Diese entstehen ganz spontan und oft ohne offensichtlichen Auslöser. Oft haben schon Neugeborene Grießkörner im Gesicht – bei ihnen verschwinden sie meist nach ein paar Wochen wieder von allein. Bei Erwachsenen bilden sich primäre Milien meist dort, wo die Poren verstopfen und das Keratin nicht natürlich abgestoßen werden kann. Auch hormonelle Schwankungen können mit hineinspielen.
Sekundäre Milien
Sekundäre Milien entstehen nach einer Schädigung der Haut: etwa durch eine Verbrennung, eine Schürfwunde oder intensive kosmetische Behandlungen wie Dermabrasion. Auch übermäßige Sonnenbestrahlung kann dazu führen, dass die Haut verdickt und das Abschilfern gestört wird – Keratin bleibt unter der Oberfläche eingeschlossen.
Typische Risikofaktoren für Grießkörner
Es gibt einige Dinge, die Grießkörner begünstigen können:
- Kein ausreichendes Peeling: Wenn alte Hautschüppchen nicht regelmäßig entfernt werden, kann neues Keratin “eingeschlossen” werden.
- UV-Strahlung: Zu viel Sonne fördert eine verdickte Hornschicht, was die Entstehung von Grießkörnern erleichtert.
- Komedogene Hautpflegeprodukte: Wenn es um Hautpflege geht, ist die Wahl der richtigen Produkte entscheidend, um Hautprobleme wie Grießkörner zu vermeiden. Der Begriff “komedogen” bezieht sich auf Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten, die dazu neigen, die Poren zu verstopfen. Solche Produkte können die Ansammlung von Talg und abgestorbenen Hautzellen fördern, was zu Mitessern, Pickeln oder eben auch Grießkörnern führen kann. Beispiele für potenziell komedogene Inhaltsstoffe sind Mineralöle, Silikone und bestimmte Wachse.
Was hilft gegen Grießkörner?
Die allerwichtigste Regel: Lass die Finger vom Selbst-Drücken!
Grießkörner haben keine Öffnung – wenn du selbst daran herumdrückst, verletzt du nur die Haut und riskierst Entzündungen sowie Narben. Das Körnchen selbst bleibt meist, wo es ist. Aber keine Sorge: Es gibt Methoden, die funktionieren.
Der Weg zum Profi: Kosmetiker*in oder Hautarzt/ärztin
Willst du Grießkörner im Gesicht sicher loswerden, ist die professionelle Entfernung bei einer Kosmetikerin oder einem Hautarzt die beste Lösung:
- Die Haut wird gründlich gereinigt und desinfiziert.
- Mit einer sterilen Lanzette oder feinen Nadel ritzt der/die Profi die Haut über dem Grießkorn leicht an.
- Durch diesen winzigen Kanal kann das verhärtete Keratin sanft entfernt werden.
Das Ganze dauert meist nur ein paar Minuten, ist kaum schmerzhaft und hinterlässt bei richtiger Ausführung keine Narben.
Hausmittel: Was kannst du selbst tun?
Bestehende Grießkörner lassen sich mit Hausmitteln meist nicht entfernen, aber sie helfen dir bei der Vorbeugung und Pflege:
- Warmes Dampfbad: Mit einem Gesichtsdampfbad öffnest du die Poren und weichst die oberste Hautschicht auf, sodass Schmutz und Talg besser abtransportiert werden.
- Manuka-Honig: Wirkt leicht exfolierend und entzündungshemmend. Eine Maske beruhigt und pflegt, aber Grießkörner verschwinden davon nicht direkt.
- Apfelessig: Als mildes, verdünntes Gesichtswasser reguliert Apfelessig den pH-Wert deiner Haut und zieht die Poren leicht zusammen.
Vorbeugung ist die beste Medizin
Mit ein paar einfachen Pflegetricks kannst du verhindern, dass Grießkörner überhaupt entstehen oder wiederkommen.
1. Gründliche Reinigung
Reinige dein Gesicht morgens und abends gründlich. Am Abend ist eine Doppelreinigung (Double Cleansing) besonders sinnvoll, um Make-up, Schmutz und überschüssigen Talg gründlich zu entfernen.
2. Regelmäßiges Peeling
Ein- bis zweimal in der Woche solltest du ein sanftes Peeling verwenden. Enzympeelings oder milde Fruchtsäurepeelings sind optimal. Verzichte lieber auf raue mechanische Peelings, damit du deine Haut nicht irritierst.
3. Sonnenschutz nicht vergessen
UV-Strahlen fördern das Entstehen von Grießkörnern. Verwende deshalb täglich – auch im Winter – ein Sonnenschutzprodukt mit mindestens LSF 30. Achte darauf, dass das Produkt nicht-komedogen ist.
4. Augenpflege anpassen
Weil Grießkörner gerne rund um die Augen entstehen, solltest du auf leichte, schnell einziehende Augengele oder Seren setzen. Prüfe kritisch, ob deine Augencreme zu reichhaltig ist und wähle bei Bedarf lieber eine leichtere Alternative.
Empfohlene Produkte bei zu Grießkörnern neigender Haut
Mit diesen Produkten stärkst du deine Hautpflege gegen Grießkörner:
- Sanftes Peeling mit Salicylsäure:
Ein mildes Peeling mit Salicylsäure befreit die Haut von abgestorbenen Zellen und hält die Poren sauber.
Zum Angebot - Augengel mit Hyaluronsäure:
Ein leichtes Augengel spendet Feuchtigkeit und zieht schnell ein, ohne die Haut zu beschweren. Schwere Augencremes begünstigen die Entstehung von Millien. - Retinol:
Retinol unterstützt die Zellerneuerung. Setze das Produkt am besten abends und nur jeden zweiten Tag ein, um Hautirritationen zu vermeiden.
Zum Angebot - Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor:
UV-Strahlung fördert Grießkörner, daher ist ein starker UV-Schutz notwendig. Wähle einen Sonnenschutz, der die Poren nicht verstopft, das heißt nicht komedogen ist.
Zum Angebot
Teste immer, was zu dir passt, und nutze die Pflege regelmäßig. Bist du unsicher, hol dir Rat bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt.
Fazit
Grießkörner sind zwar harmlos, aber viele empfinden sie als störend. Du musst dich jedoch nicht mit ihnen abfinden! Verzichte auf eigenes Ausdrücken, sondern gehe im Zweifel lieber zur Profi-Ausreinigung.
Mit einer Pflegeroutine aus sanften Peelings, Retinol, dem passenden Sonnenschutz und aufmerksam ausgewählten Pflegeprodukten sagst du Grießkörnern den Kampf an. Und denk immer daran: Deine Haut ist individuell! Oft reicht schon eine kleine Umstellung, damit sie wieder strahlt und ebenmäßig aussieht.
Hast du schon Erfahrungen mit Milien gemacht? Manchmal genügt wirklich eine kleine Veränderung im Badezimmer, um Großes zu bewirken.
